Baustahl

 

Betonstahl ist nach DIN 488-1 (künftig DIN EN 10080 -z. Zt. Entwurf-) der Oberbegriff für Betonstabstahl. Betonstahl in Ringen, Betonstahlmatten und Bewehrungsdraht. DIN 488 enthält in der Fassung 9/84 noch zwei B.-Sorten, von denen jedoch BSt 420 S (III S) in Deutschland nicht mehr eingesetzt und auch nicht mehr hergestellt wird. Die Sorte IV S (Mindeststreckgrenze 500 N/mm2) deckt sie mit ab, während IV M Betonstahlmatten betrifft. Art und Umfang der Güteüberwachung sind in DIN 488-6 festgelegt. Im Gegensatz zu Spannstahl für den Spannbetonteil wird Betonstahl nicht vorgespannt. Betonstahl muß schweißgeeignet sein.

 

  • Betonstahlmatten

    Betonstahlmatten besitzt einen nahezu kreisförmigen Querschnitt, der jedoch je nach Walzverfahren (und Abnutzungsgrad der Walzenkaliber) abweichen und oval sein kann. Manche Walzwerke walzen ein oktogonales oder nahezu quadratisches Profil, das für die Weiterverarbeitung vorteilhaft sein kann. Betonstahl dient ausschließlich der Bewehrung von Bauteilen aus Stahlbeton. Im Verbund der Baustoffe Beton und -stahl eignet sich der Beton besonders zur Aufnahme der Druck- und der Betonstahl zur Aufnahme der Zugspannungen. Voraussetzung für das Zusammenwirken der beiden Komponenten ist ihr inniger Verbund. Weil die Überleitung der Kräfte über die Stahloberfläche erfolgt, werden Rippen auf die Staboberfläche gewalzt, durch die der Haftverbund verstärkt und die Einleitung der Zugspannungen aus dem Beton in den -stahl verbessert werden. Entscheidend für das Zusammenwirken der beiden Komponenten ist ihr fast gleiches Dehnungs- und Schrumpfungsverhalten, ohne das der Haftverbund sich lösen und die Stahleinlage wirkungslos würde.

 

  • Betonstabstahl

    Betonstabstahl ist ein technisch gerader, gerippter Betonstahl nach DIN 488:2009 in Stäben zum Bewehren von Bauteilen aus Stahlbeton. Herstell-/Handelslängen sind 12 und 14 m, auf Wunsch herstellbar in 6 bis 24 möglich auch bis 36 m je nach Lieferwerk. Die Oberflächenformen der genormten und zugelassenen Betonstabstähle sind so gewählt, dass sich die Betonstahlsorten sinnfällig unterscheiden.
    Bezeichnung durch den Kurznamen BSt 500 S (alt) oder das Kurzzeichen (insbesondere für Zeichnungen und statische Berechnungen) IV S. Die Zahl 500 bezeichnet die Mindeststreckgrenze von 500 N/mm². Das nachgestellte S steht für Stabstahl. Die neue Bezeichnung lautet B 500A bzw. B 500C und gilt für Stäbe, Ringe sowie Matten gleichermaßen. Die Sorten a und b unterscheiden sich in der Duktilität. Folgende Nenndurchmesser sind in DIN 488 genormt: 6, 8, 10, 12, 14, 16, 20, 25, 28, 32 und 40 mm.
    B. ist geeignet für die Anwendung der im Bauwesen üblichen Schweißverfahren, nämlich E-, MAG-, GP-, RA- und RP-Schweißen. Betonstabstahl muss mit einem für jedes lieferberechtigte Werk besonders festgelegten Werkkennzeichen (Walzzeichen) versehen sein. Es besteht aus einer bestimmten Anordnung von verbreiterten und normal breiten Rippen, die sich etwa im 1 m-Abstand wiederholen.

 

  • Stahlbügel

    Aus Betonstahl, meist Bewehrungsdraht, geschnittene und gebogene, quadratische, recht-, sechs- oder achteckige Bewehrungselemente, die z.B. in Stützen und Balken aus Stahlbeton, welche die Hauptbewehrung ganz (geschlossene Ausführung) oder teilweise (Steckbügel) umschließen und als Schubbewehrung und zur Sicherung der richtigen Lage der Hauptbewehrung dienen.

 

  • Profilrohre

    Rohre in nahtloser oder geschweißter Ausführung, deren Querschnitt nicht rund, sondern meist quadratisch, rechteckig oder profiliert ist. Sie werden als Bauelemente im Regal-, Gerüst-, Stahlskelett-, Fahrzeug-, Tür- und Fensterbau und überall dort verwendet, wo im Stahlleicht- und Metallbau geringes Gewicht und günstige statische Werte (haben aber i.d.R. keine statische Gewähr) gefordert werden. Für rechteckige und quadratische Profilrohre gilt DIN EN 10305 (alt: DIN 2395), daneben zahlreiche nicht genormte Varianten (Oval-, Anschlag- und Geländerprofile), auch in nichtrostendem Edelstahl.

 

  • Stahlträger

    Alte Bezeichnung: Doppel-T-Träger. Gehört zu den Formstählen. Nach DIN EN 10034 I-Profil mit schmalen oder mittelbreiten Flanschen, deren Flanschbreite kleiner oder gleich dem 0,66fachen der Nennhöhe des Profils und kleiner als 300 mm ist. DIN EN 10034 gilt für die Grenzabmaße und Formtoleranzen. Bis zur Neuerscheinung einer EN-Maßnorm gelten die Nennmaße nach alt: DIN 1025.